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Methoden

Vielfältige innovative Methoden und Formate sowie unsere Kernkonzepte "Leading beyond Authority" und "Cultural Intelligence" bestimmen die Programme für Führungskräfte aller Karrierestufen.

Leading Beyond Authority

Ganzheitlich führen  über das eigene Mandat hinaus.

Viele erfolgreiche Führungskräfte konzentrieren sich darauf, dort zu führen, wo sie über eine klar definierte Zuständigkeit, ein Budget und Personal verfügen. Wenn sie weiter aufsteigen und Kollegen, Partner sowie Stakeholder führen, sind Brückenkompetenzen gefordert. Dann benötigen sie die Fähigkeit, über ihr Mandat hinaus zu führen - "Leading Beyond Authority".

Jede Führungskraft ist von drei Sphären umgeben:

Im inneren Kreis hat die Führungskraft direkte Kontrolle - hier übernimmt sie Management-Aufgaben, verantwortet Budgets und bewegt sich im Rahmen ihrer Fach-Expertise.

Im erweiterten Kreis halten sich Kollegen und Stakeholder auf, die nicht direkt an die Führungskraft gebunden, doch in ihr Unternehmen involviert sind.

Der äußere Kreis veranschaulicht die Welt außerhalb. Hier gibt es kein klares Mandat - hier wirken unterschiedliche Interessen, die vermengt, in Konkurrenz zueinander oder unvereinbar sind. Expertise und Status, die im inneren Kreis erworben wurden, helfen hier meist nicht weiter.

Unsere Programme stärken Führungskräfte darin, in allen drei Sphären agieren zu können, sich an unterschiedliche Kontexte anzupassen, einen Überblick zu haben, Verantwortung für das große Ganze zu übernehmen und ein Zusammenwirken über klassische Grenzen hinweg zu ermöglichen.

Julia Middleton: Leading Beyond Authority. Leadership in a Changing World. Palgrave Macmillan, 2007.

Kulturelle Intelligenz (CQ)

Wege für Annäherung und Kooperation über kulturelle Grenzen hinweg entdecken.

Kulturelle Vielfalt in Unternehmen und Organisationen ist nicht nur eine Chance, sondern auch immer geprägt von Vorurteilen und Unverständnis den Menschen gegenüber, die anders sind als wir selbst. Common Purpose stärkt mit Kultureller Intelligenz nicht nur das Bewusstsein für Schwierigkeiten und die Fähigkeit, sich seiner eigenen unverrückbaren Werte bewusst zu werden sondern trainiert auch, über Kulturen hinweg zu kommunizieren, und Brücken zu schlagen.

Emotionale Intelligenz meint herkömmlich das Verständnis für andere, aber uns im Prinzip sehr ähnliche Menschen. Kulturelle Intelligenz greift weiter und beinhaltet jene Fähigkeiten, die nötig sind, um mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Sozialisation zusammen zu arbeiten. Sie ist die Grundlage dafür, dass ein interkulturelles Management überhaupt entstehen und gelingen kann.

In Zukunft werden am Arbeitsplatz zunehmend gemischte Teams aktiv sein, in denen etwa sechs von acht Mitgliedern aus unterschiedlichen Nationen kommen. Dies stellt hohe Anforderungen an Personalauswahl und Talentmanagement. Mitarbeiter müssen in die Lage versetzt werden, kulturübergreifend miteinander zu arbeiten. Auch um Menschen unterschiedlicher Herkunft nachhaltig inspirieren zu können, braucht es kulturelle Intelligenz.

Kulturelle Intelligenz erwirbt man auf der beruflichen Ebene am besten durch die intensive Zusammenarbeit mit Menschen auf der ganzen Welt. Um diese notwendige Erfahrung zu beschleunigen, bringen wir sehr verschiedene Menschen zusammen. Dabei geht es um ein ständiges Geben und Nehmen. Der eine muss bereit sein, seine Kultur zu teilen und der andere muss in der Lage sein, dies anzunehmen.

Julia Middleton: Cultural Intelligence. CQ: The Competitive Edge for Leaders Crossing Borders. Bloomsbury Publishing, 2014.

Methoden

Methodische Grundlage der Common Purpose-Programme ist das Prinzip des Erfahrungslernens.

Ungewöhnliche Veranstaltungsorte und die Stadt selbst sind dabei Gegenstand und Lernort zugleich. Teilnehmer erfahren, reflektieren und lernen:

  • in interaktiver Gruppenarbeit
  • durch den Austausch beruflicher Erfahrungen aus anderen Bereichen und Organisationstypen
  • durch Expertenvorträge
  • auf Lokalterminen vor Ort
  • in strukturierten Gesprächen mit Entscheidern und Stakeholdern
  • durch die Bearbeitung aktueller Themen und konkreter Entscheidungssituationen aus der Praxis
  • durch Learning Journeys
  • durch Diskussionen und moderierte Streitgespräche
  • durch Kollegiale Beratung

Wer über seinen Verantwortungsbereich hinaus in seinem Unternehmen, seiner Organisation, seinem Verein oder seiner Stadt oder Region eine noch aktivere Gestaltungsrolle einnehmen will, um seine Führungskompetenzen bewusster und konsequenter einzusetzen, erkundet in unseren Programmen vier Komponenten der Kunst zu führen: Kontext, Zusammenwirken, Innovation und Kulturelle Intelligenz.

Kontext:
Wir bringen Führungskräfte heraus aus ihrer Komfortzone, hinein in die Stadt. Sie erfahren, wie die Gesellschaft „tickt", wie andere führen, welche Themen und Chancen „auf der Straße" auch mit ihnen zu tun haben.

Zusammenwirken:
Führungskräfte erkennen bei uns, mit welchen Stakeholdern sie eng verbunden sind, wie sie bei ihnen für ihre Anliegen Gehör finden, und wie sie über Grenzen hinweg wirksam kooperieren können.

Innovation:
Führungskräften erfahren bei uns, wie hoch innovativ sie in heterogenen Gruppen sein können, wie sie Undenkbares denken und (scheinbar) „verrückte" Ideen in sinnvolle Lösungsansätze verwandeln.

Kulturelle Intelligenz:
Führungskräfte kommen bei uns mit Menschen zusammen, denen sie sonst nicht begegnet wären. IQ und EQ sind wichtig, wir bilden sie in CQ (Kulturelle Intelligenz, siehe unten) aus, in ihrer Fähigkeit, in einer Arbeitswelt voller Vielfalt handlungsfähig zu sein.

Wirkung

Neue Perspektiven, neue Strategien, neues Netzwerken und ein umfassend neues Führungsleitbild

Am Beispiel des Matrix-Programmes für erfahrene Führungskräfte belegt eine externe, unabhängige Evaluation der Leuphana Universität Lüneburg exemplarisch, wie die Teilnehmer von Common  Purpose Programmen profitieren.

Sie erhalten eine umfassendere Perspektive auf Ihr lokales Umfeld mit seinen drängenden Anliegen und Akteuren:

  • 94% unserer Absolventen gaben an, unbekannte Gesellschaftsthemen kennengelernt zu haben
  • 81% sagten, sie sehen ihr gesellschaftliches Umfeld jetzt mit anderen Augen

Sie werden gefordert, gewohnte Strukturen zu hinterfragen und über Ihren beruflichen Alltag hinauszublicken:

  • 80% der Absolventen haben nach eigenen Angaben gelernt, wie sie sich in einem heterogenen Team verhalten
  • 72% arbeiten seit Matrix besser mit Leuten außerhalb des Unternehmens zusammen

Sie erweitern Ihr Blickfeld, entwickeln Offenheit für Neues und unkonventionelle Lösungen:

  • 76% der Teilnehmer sagten, sie seien nun offener für Innovationen in unterschiedlichen Kontexten

Sie erweitern Ihr Repertoire an Lösungsstrategien:

  • 73% der Absolventen gaben an, ihr Kompetenzprofil erweitert zu haben

Sie bauen Ihr Netzwerk aus - und zwar heterogen, sektorenübergreifend und belastbar:

  • 70% gaben an, ihr Unternehmen profitiere von den neuen Kontakten, die durch Common Purpose entstanden sind

Sie stärken Ihre Fähigkeiten, sich in ungewohnten Situationen sicher zu bewegen und komplexe Zusammenhänge zu durchdringen.

Sie entwickeln ein Bewusstsein dafür, auch außerhalb des eigenen Zuständigkeitsbereichs Einfluss zu nehmen und Veränderungen zu bewirken - am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft.

  • 98% der deutschen Alumni würden das Matrix-Programm weiterempfehlen, mehr als 95 % haben dies bereits getan.
    (Quelle für alle Angaben: Evaluation, Leuphana Universität Lüneburg, 2007)